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Pressetext Ausstellung 2010
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Haus
der Ausstellung:
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Bernhard Luginbühl Altes Schlachthaus in Burgdorf
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Titel der Ausstellung:
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Sabine Hofkunst – gezeichnete Aquarelle
Ursi
Luginbühl – Keramik & Bronze
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In der
Saison 2010 zeigt der Verein Altes Schlachthaus in Burgdorf
Werke zweier Künstlerinnen, Ursi Luginbühl und Sabine
Hofkunst. Die beiden Frauen sind befreundet, sie sind die
Ehefrauen der Künstler Bernhard Luginbühl und Alfred
Hofkunst und alle gehören sie dem grossen Freundschaftskreis
von Jean Tinguely, Eva Aeppli, Niki de St. Phalle, Dieter
Roth, Daniel Spoerri und anderen an.
Die in
Basel geborene Ursi Luginbühl Koelner ist leidenschaftliche
Keramikerin und lernte das Handwerk bei Margrit Linck in
Reichenbach BE. Nach der Ausbildung begann sie als
freischaffende Künstlerin im eigenen Atelier erst in
Mosseedorf dann in Mötschwil und hatte unzählige
Einzelausstellungen, u.a. in Genf, Basel, Kyoto – Zürich,
Bern, Solothurn. 1965 durfte sie die Jahresgabe für den
Düsseldorfer Kunstverein gestalten, 1978 und 1979 jene für
die Kestner-Gesellschaft Hannover. Es ist
selbstverständlich, dass Werke von ihr bei den Ausstellungen
‚Luginbühl’s in Australien‘ in Sidney, 2000, und 2008 ‚Luginbühl’s
in Obwalden‘ in Langenberg zu bewundern waren. Ebenso steht
eine Vase im Skulpturenpark ‚Il Giardino di Daniel Spoerri‘
bei Seggiano, in der Toscana.
Sabine
Hofkunst Schroer absolvierte die Kunstgewerbeschule in
Zürich mit dem Schwerpunkt ‚Naturwissenschaftliches
Zeichnen‘, das 1963 erstmals von Karl Schmid angeboten
wurde. Sie arbeitete zusammen mit Professor Vinzent Ziswiler
im Zoologischen Museum der Universität Zürich und im Natural
History Museum in London. Als freischaffende Künstlerin
erhielt sie seither viele Illustrations-Aufträge. Sie schuf
ein umfangreiches „Tafelwerk der Unkräuter“ (Ciba Geigy),
Farbtafeln der Prachtfinken und Ameisen (Zoologisches Museum
ZH), sie bebilderte eine Menukarte der Swissair, die Dose
von Kräutertabletten (Grether’s Halspastillen) und schuf
zwei Foulards (Bally). Es entstanden Bücher. Mit Daniel
Spoerri zusammen ‚Zehn Herzrezepte‘, Verlag Verona: F. Conz,
1987 und mit dem Schriftsteller E. Y. Meyer ‚Wilde Beeren‘,
Insel Verlag, Frankfurt am Main 1992. Das DU Nr. 4 von 1993
mit dem Titel ‚Kreucher und Fleucher‘ stammt von ihr. Sabine
Hofkunst illustrierte auch Kinderbücher. Mehrmals erhielt
sie das ‚Eidgenössische Stipendium für Angewandte Kunst‘ und
1976 durfte sie die Jahresgabe der Kestner-Gesellschaft
Hannover kreieren. Sie hatte Einzelausstellungen u.a. in
Aarau (Aargauer Kunsthaus) und in Fribourg (Fondation Espace
Jean Tinguely – Niki de St. Phalle). Den Tod ihres Ehemanns,
Alfred Hofkunst, verarbeitete die Künstlerin zeichnend und
es entstand die Serie ‚Hofi’s Utensilien‘.
Sabine
Hofkunst schuf das Plakat der aktuellen Ausstellung. Man
erkennt eine Hornvase von Ursi Luginbühl, die verziert ist
mit Fisch und Wurm, Blüten und Blättern und Phantasiewesen.
Beim längeren Betrachten entsteht daraus eine phantastische
Geschichte und das simple Plakat wird zum visuellen
Erlebnis. Auch die Ausstellung im Obergeschoss des Alten
Schlachthauses vemittelt derartige Anregungen. Von Ursi
Luginbühl befinden sich da Skulpturen aus Bronze, Gefässe
aus Keramik und Porzellan – alles chronologisch und
thematisch geordnet. Viele sind gross. Die früh geschaffenen
Vasen und Krüge sind von auffällig schlichter Form, weiss
glasiert, ohne Verzierung und wirken wie Skulpturen. Spätere
Werke erkennt man an der schwarzen Glasur und der typischen
unverkennbaren und eigenartigen Gestaltung. Die Künstlerin
schafft sozusagen dreiteilige Gefässe. Basierend auf einem
gerundeten Sockel sitzt ein phantasievoll gestalteter
Mittelteil und beides suggeriert etwas geheimnisvolles
Eingestelltes. Diese Skulpturenvasen sind dekorativ,
charakteristisch geformt und lassen den Besucher stets neue
Einzelheiten entdecken. Es sind eigenwillige Gebilde von
fast mythologischer Ausstrahlung. Phantasievoll wirken auch
die Gefässe, die Ursi Luginbühl mit Kindern zusammen
gestaltete. Jean Tinguely hat die keramischen Werke von Ursi
Luginbühl sehr bewundert.
Die als
‚gezeichnete Aquarelle‘ definierten Blätter von Sabine
Hofkunst und Drucke sind eine wunderschöne Ergänzung zu den
Gefässen. Es sind mit höchster Sorgfalt gestaltete Werke,
reich an Details, die von präziser Beobachtungsgabe und
handwerklichem Können zeugen. Sie laden zu genauerem
Betrachten ein und offenbaren dabei überraschend das
verborgene Leben von Objekten. Teils sind es einfache
Naturstudien (‚Schwemmholz‘), teils dargestellte Traumwelten
oder bildliche Wortspiele (‚Kartoffelauge‘).
Es liegt
eine anregende Harmonie in den Räumen, die die Freundschaft
der beiden Künstlerinnen spürbar macht. Ihr Sonntagsbesuch
wird sicher zum Genuss.
Erdgeschoss - Bau- und Besitzergeschichte des Alten
Schlachthauses
Pressebilder:
Ursi Luginbühl
Sabine Hofkunst
Besuchen
Sie auch den
Skulpturenpark
Bernhard
Luginbühl Stiftung
3324
Mötschwil
Tel 079/487 06 15
www.luginbuehlstiftung.ch
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